Was bietet Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e. V.?

In unseren Trauergruppen bieten wir den Mädchen und Jungen einen geschützten Raum, in

dem sie ihren eigenen Weg durch die Trauer gehen können. Im Spielen und Austauschen mit

Gleichaltrigen machen sie die wohltuende Erfahrung, mit ihren Gefühlen, Fragen und Sorgen

nicht alleine zu sein. Dabei werden sie von qualifizierten, ehrenamtlichen MitarbeiterInnen begleitet.

 

Außerdem bietet der Verein Beratungsgespräche für betroffene Familien, Schulen und andere

pädagogische Einrichtungen an. Sowohl im akuten Trauerfall als auch präventiv unterstützt unser Schulteam Kindergärten, Schulen und pädagogische Einrichtungen.

Was passiert in den Trauergruppen?

Der Ablauf einer Trauergruppe hat einen zeitlich und inhaltlich festen Rahmen. Dies schafft Sicherheit und Verlässlichkeit und ist besonders wichtig für Menschen, deren Leben durch einen Verlust eines geliebten Menschen aus den Fugen geraten ist. Die Trauergruppen treffen sich alle zwei Wochen; dabei werden die Kinder von einem Angehörigen oder einer anderen Bezugsperson begleitet. Während sich die Erwachsenen zu einer moderierten Gesprächsrunde zusammenfinden, treffen sich die Jungen und Mädchen für 1 ½ Stunden in unseren Räumen, in denen sie gemeinsam Zeit mit unseren Trauerbegleitern verbringen.

 

 

Zu Beginn des Gruppentreffens setzen sich die Kinder und ehrenamtlichen Begleiter in einen Kreis und begrüßen sich. Wer möchte darf eine bunte Kerze anzünden. Das ist ein Ritual, um an den Verstorbenen/die Verstorbene zu denken und sich zu erinnern. Anschließend wird das „Erzählherz" herumgereicht. Wer es in der Hand hält, kann sagen wie es ihm geht, was er erlebt hat und in welcher Stimmung er heute in die Gruppe gekommen ist. Und so erzählen und hören die Kinder von traurigen oder lustigen, wütenden oder ernsten Momenten und immer wieder auch von ganz alltäglichen Dingen: Vom letzten Handball-Turnier, von schwierigen Hausaufgaben, dem Krach mit der besten Freundin oder einem Wochenendausflug.

Unterschiedliche Methoden aus der Erinnerungsarbeit sind ein wichtiger Bestandteil der Trauerarbeit und werden in den Gruppentreffen angewendet. Erinnerungsbücher, eine Klagemauer, ein Fragespiel oder auch ein Wunschbaum geben den Kindern die Möglichkeit sich an die verstorbene Person zu erinnern und ihrer Trauer Ausdruck zu geben.

Ein gemeinsamer Abschied mit den Kindern und den Trauerbegleitern steht am Ende eines jeden Gruppentreffens. Alle kommen noch einmal zusammen, das Erzählherz wird ein weiteres Mal herumgereicht und jeder kann erzählen, wie es ihm ergangen ist und in welcher Stimmung er nach Hause geht.

 

 

 

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Wie lange darf die Familie an den Trauergruppen teilnehmen?

Wir meinen, dass Trauer individuell ist - jeder trauert anders, spürt und fühlt die Trauer ganz unterschiedlich lang und intensiv. Außerdem meinen wir, dass Trauer nie „zu Ende" ist. Die Kinder und Jugendlichen merken ganz intuitiv, wie lange sie zu uns kommen möchten und wann sie aus der Gruppe herausgehen wollen. Durchschnittlich bleiben die Betroffenen ungefähr 15 Monate bei uns.

 

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Wie melde ich mein Kind bei Trauernde Kinder Schleswig-Holstein an?

Persönlich können Sie uns zu den telefonischen Sprechzeiten erreichen:
montags bis donnerstags von 10.00-12.00 Uhr unter Tel.: 0431-260 20 51
Außerhalb der Sprechzeiten hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und Telefonnummer auf dem Anrufbeantworter. Wir rufen Sie gerne zurück!
Schicken Sie uns auch gerne eine Mail an: info@trauernde-kinder-sh.de oder nutzen Sie unser Kontaktformular

 

Wir verabreden dann einen Termin zu einem ersten, kostenlosen Informationsgespräch.

Was kostet das?

Pro Familie kostet die Teilnahme an den Gruppen 10,00 Euro im Monat. Wir berechnen immer nur diesen Beitrag - auch wenn mehrere Geschwister zur selben Zeit zu uns kommen. Für Familien, die diesen Betrag nicht aufbringen können, gibt es die Möglichkeit einer Patenschaft, sodass die Kosten von einem Spender übernommen werden.

Wie lange muss eine Familie nach dem Tod eines Angehörigen warten, bis sie anrufen sollte?

Niemand muss warten. Wir beraten und begleiten Familien, wenn sie uns brauchen. Egal wie lange es her ist, dass jemand gestorben ist. Manchmal liegt der Todesfall einige Jahre zurück.

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